Hooligans fordern mehr Respekt

„Manchmal kommt es mir vor, als ob man uns in den Stadien nicht mehr sehen will“, so ein erbost wirkender Präsident des Österreichischen Hooligan-Verbandes Karl Holzhacker. „Dabei sind wir zu einem unverzichtbaren Wirtschaftszweig geworden. Wenn sich diese negative Spirale weiter dreht, werden viele Krankenpfleger, Erstversorger und Notärzte bald ihren Job verlieren. Bauchstiche, Schussverletzungen und komplizierte, offene Brüche haben in den letzten Jahren dramatisch abgenommen. Das bereitet mir große Sorgen. In der UPC-Arena gibt es einen Graben. Wie sollen wir da einen Platzsturm durchführen können? In Salzburg nimmt man uns den Springer beim Eingang weg und man distanziert sich hier sogar öffentlich von uns…“, wittert Holzhacker eine Intrige gegen seinen „Berufsstand“ in der Mozartstadt. In Hartberg würde man heute noch auf den Schüsseln von 1960 sitzen, wenn der vorbildliche GAK-Anhang damals die Sanitäre Einrichtung nicht herausgerissen hätte. Ein Meisterwerk, quasi eine „da Wintschi“ Arbeit, oder wie dieser bärtige Wunderwuzzi auch immer geheißen hat“, streut Holzhacker den Roten Blumen.

Die Bundesliga hingegen dementiert eine Diskriminierung: „Nein, nein, wir sind stolz auf z.B. den gewaltbereiten Rapid-Anhang. Eine derartige Siegesserie von Rapid wie zuletzt schmerzt uns sehr. So kommt es kaum zu Ausschreitungen, keine niedergerissenen Zäune und keine Schwerverletzten in den Stadien. Demnach können wir Vereine keine Geldbuße aufbrummen und es klafft ein riesiges Budgetloch in unserer Kassa. Wir werden versuchen in den kommenden Wochen Aggressionen neu zu schüren. Schaukämpfe, öffentliche Gangkämpfe vor den Stadien etc. Bereits die allerjüngsten sollten mit Schlägereien und blutigen Gesichtern konfrontiert werden. Nur so können wir Sorge tragen, dass sich der Wirtschaftszweig “Hooligans” auch in 100 Jahren noch größter Beliebtheit erfreut“, so das offizielle Statement der Liga.

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