Promillegrenze für Fußballstars bei Bundesligaspielen?

Geht es nach Bundesliga und ÖFB weht in der österreichischen Fußballprofiliga in Zukunft ein nüchterner Wind. Denn der heimische Verband droht unseren Ball-Akteuren bei Bundesliga-Spielen eine 0,5‰ Alkohol-Grenze einzuführen. ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner: „Ja, wir nehmen die Sache sehr ernst. Noch in dieser Saison werden wir Stichproben bei den Spielen vornehmen. Im ersten halben Jahr wird es bei Überschreitungen noch Ermahnungen geben, aber ab der kommenden Saison könnte es dann sogar zu kleinen Geldstrafen kommen. Sollte dann einer noch mit über 2 Promille beim Spiel erwischt werden, werden wir sogar eine bedingte Sperre von 1-2 Spielen in Betracht ziehen.“

Naturgemäß kein Verständnis für diese Maßnahme zeigt Gernot Zirngast von der VdF (Vereinigung der Fußballer): „Wir werden das so nicht hinnehmen. Klar kann es passieren, dass Spieler beim Frühschoppen vor einem Spiel einmal zu tief ins Glaserl schauen, aber keiner fährt dann selbst mit dem Auto zum Spiel. Alle werden mit dem Mannschaftsbus ins Stadion gebracht, deshalb verstehen wir diese Einschränkung nicht. Und wenn es wirklich einmal vorkommt, dass einer gar nicht mehr stehen kann, muss er sich beim Trainer ohnehin verletzt melden.“

Selbst Spielervertreter Dennis Mimm kann nur den Kopf schütteln: „Es gibt Spieler die werden mit Alkohol treffsicherer, manche haben mit einem Promille einen Hattrick erzielt. Warum sollten die Menschen auf der Tribüne trinken dürfen und wir als Hauptdarsteller sollten auf das Zielwasser verzichten müssen? Mit uns sicher nicht!“

Auch die heimischen Schiedsrichter werden von dieser neuen Regelung nicht ausgenommen sein. „Wie stellt sich der ÖFB das vor? Sollten wir am Freitag am Abend beim Tschechern unsere Biere mitzählen, um kein Risiko für ein etwaiges Restalkohol-Delikt einzugehen? Von uns Schiris wird ohnehin schon sehr viel abverlangt. Viele von uns pfeifen nach einer durchzechten Nacht, vollgepumpt mit Aspirin oder Mexalen und ohne jeglichen Schlaf Bundesliga-Spiele und jetzt soll es auch noch zu einer Alkoholeinschränkung kommen? Sollen wir etwa Kracherl trinken?“, fragt sich Schiri Sprecher Thomas Steiner.

Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer: „Wir werden bei Spielen unsere Blicke vermehrt auf die Trinkflaschen der Mannschaften richten. Radler, Bier und Spritzer sind ja als Durstlöscher noch okay, aber härter Getränke wie Wodka oder Barcardi dürfen den Profis im Laufe eines Spiels ab sofort nicht mehr verabreicht werden.“

Ein kleines Zuckerl will der Fußball-Bund unseren Profis trotzdem zugestehen. Bei Testspielen und Trainings zählt diese Alkohol-Grenze nicht. Weiters davon ausgenommen sein wird unser erfolgreiches Unter-21 Nationalteam, das, bei strenger Handhabung dieser neuen Regel, wohl kein einziges Spiel mehr bestreiten dürfte.

Gernot Zirngast sieht eine Verletzung der Menschenrechte

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